Inspirierende Leuchtturmprojekte zeigen wie es gehen kann – doch meist herrscht immer noch Krisenmanagement-Modus. Auf einer Austausch-Plattform deutscher Unternehmer „Kampf gegen Corona“ finde ich folgende Beiträge (13.-25.3.2020):
„Wir [brauchen] vor Ostern einen Exit-Plan aus diesem Quasi-Stillstand, der zehntausende Existenzen kosten kann.“ „Eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 90% [kann] verhindern (…), dass (…) Unternehmen zu Intensivpatienten werden.“
„Alle Mitarbeiter bekommen Broschüren zur Verfügung gestellt, die von den Gesundheitsämtern empfohlen werden. „
„Wir haben eine Task Force eingerichtet.“ „Betriebsratsvorsitzende ist (…) Mitglied [des Krisenstabs].“
„Alle Dienstreisen wurden abgesagt, auch innerbetrieblich.“ „In allen Abteilungen zwei Gruppen gebildet, von denen eine vormittags und eine nachmittags kommt.“
„Eine Schließung unserer Produktion wäre für uns der Supergau.“
Ich wünsche mir ab morgen folgende Beiträge:
„Wir haben unter unseren Mitarbeiter eine Ideenwettbewerb gestartet, wie wir mit unsere Produktionslinien Hygieneprodukte oder Teile für Beatmungsgeräte herstellen können.“
„Unsere Sales-Abteilung ist im Home-Office und kontaktiert von dort aus Krankenhäuser und Medizintechnische Unternehmen um unsere Unterstützung anzubieten.“
„Wir haben Infrarot Fieberthermometer besorgt und bitten alle Mitarbeiter bei Dienstantritt ihre Temperatur zu messen.“
„Mitarbeiter in Kurzarbeit nähen in Heimarbeit Atemmasken, die wir dem örtlichen Krankenhaus spenden. Unser Unternehmen stellt Materialien wie Stoff und Garn frei zur Verfügung.“


